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„In der Krise werden Sieger gemacht!“

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Risiken und Chancen der Pandemie für die Beratungsbranche

Kai Anderson, Vorstand Mercer | Promerit, gibt einen Überblick über die Aussichten der Branche während und nach der Krise.

Deutschland ist einer der größten Beratungsmärkte weltweit – mit jährlichem Zuwachs von um die 8 Prozent. Beratung als Erfolgsfaktor für den flexiblen Zukauf von Ressourcen und Know-how erlaubt die Arbeitsteilung und Verringerung von Wertschöpfungstiefe, die uns zu einer modernen Netzwerk-Wirtschaft gemacht hat.

Diese Netzwerk-Struktur ist Stärke und Schwäche zugleich, wie uns die aktuelle Situation sehr deutlich vor Augen führt.

Onshoring als Chance

Wenn eine Konsequenz der Corona-Krise absehbar ist, dann das Onshoring, also die Verlagerung von Teilen der Wertschöpfung (zurück) in das Inland.

Dies ist eine erste gute Nachricht für die Beratungsbranche – zumindest die Supply-Chain Spezialisten. Die Entflechtung komplexer Zulieferketten erfordert ihr Know-How und wird produzierende Unternehmen über die nächsten zwei bis vier Jahre beschäftigen. Weitere Themen folgen nach, wie Substituierung und Kosten-Optimierung.

Damit wären wir bei dem Krisen-Beratungsthema schlechthin – Restrukturierung. Und das ist die zweite gute Nachricht für die Beratungswelt. Wenn eines sicher ist in der Krise, dann die Notwendigkeit, Kosten zu senken, Strukturen zu verschlanken und Abläufe zu beschleunigen.

Gute Zeiten also für die Strategie-Berater, die sich auf dieses Handwerk verstehen. Das gilt im Übrigen auch für die die diametral gegenüberstehende Disziplin der M&A Beratung. Gut aufgestellte, solvente Unternehmen identifizieren bereits jetzt weniger gut aufgestellte Übernahmekandidaten. Die Anzahl der Transaktionen werden in den nächsten Monaten signifikant steigen, zur Freude der auf dieses Themenfeld spezialisierten Berater und Finanzinstitute.

Die Spreu trennt sich vom Weizen

Für die Beraterbranche insgesamt gilt das Gleiche wie für alle anderen Industrien: In der Krise werden Sieger gemacht. Jetzt trennt sich die Spreu vom Weizen, jetzt zählt Standvermögen, Weitblick und die richtigen Services und Produkte.

Der Beratungsmarkt wird in diesem Jahr und voraussichtlich auch im nächsten Jahr schrumpfen. Einige Beratungsunternehmen werden aber auch in dieser Zeit gegen den Trend wachsen. Sie werden einen Mehrwert für ihre Kunden generieren, der auch in schwierigen Zeiten die Kosten für die spezialisierten Ressourcen auf Zeit rechtfertigt.

Die Spreu vom Weizen trennt sich auch bei den Führungskräften der Unternehmen: Führungsschwächen werden in der Krise sehr schnell deutlich sichtbar. Keine günstige Geschäftsentwicklung überdeckt mehr offensichtliche Schwächen im Management. In die zum Teil sehr festgefahrenen Hierarchien gerade traditioneller Unternehmen wird Bewegung kommen.

Womit wir bei der letzten (und nicht ganz “reinrebsortigen”) Kategorie Berater angekommen sind, die überdurchschnittlich von der Krise profitieren dürfte. Viele Personalberater sichten jetzt bereits sehr genau ihr Portfolio, um ihren Kunden gegen Jahresende geeigneten Ersatz für Fehlbesetzungen auf Führungspositionen liefern zu können.

Lassen Sie sich davon nicht schrecken: jede Krise ist eine Chance. Eine Chance, sich zu beweisen, den Unterschied zu machen. Für sein Team, für sein Unternehmen und nicht zuletzt für sich selbst.

Den gesamten Artikel lesen Sie hier.

Ihr Ansprechpartner

Promerit-Team-Kai-Anderson-2017

Kai Anderson
Partner & Vorstand
E-Mail: kai.andersonpromerit.com

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