Remember To Gender!

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Wir haben eine Kampagne mit dem Hashtag #RememberToGender ins Leben gerufen, um mehr Aufmerksamkeit auf das Thema Gleichberechtigung in der Sprache zu lenken. Warum für Deutschland-CEO Norman Dreger die Stärkung von Diversität und Inklusion eine Herzensangelegenheit ist, erklärt er im Interview mit der Lebensmittelzeitung.

Artikel von Julia Wittenhagen, erschienen am 05.03. auf www.lebensmittelzeitung.net. Hier kommen Sie zum vollständigen Interview.

Herr Dreger, warum und seit wann setzt sich Mercer mit einer Kampagne für geschlechtergerchte Sprache ein?

Wir hatten bei Mercer Deutschland wahrgenommen, dass es einige Kolleg:innen gab, die bereits in ihrer Kommunikation gegendert haben. Mal mit Binnen-I, mal mit Gender*, häufiger mit Doppelnennungen. Einige wenige haben auch beim Sprechen eine Genderpause eingebaut. Für unsere Kommunikation wollten wir einen Standard festlegen und gleichzeitig Haltung zeigen. Darum sind wir Ende Januar mit der internen Kommunikation gestartet. Und da diese Veränderung sukzessive auch für unsere Kunden in Deutschland und Österreich wahrnehmbar sein wird, werden wir das Thema in unseren Social-Media-Kanälen aufnehmen.

Welche Bausteine gehören dazu, wenn man gendergerechter Sprache konsequent umsetzen will?

Die Informationskampagne im Intranet klärt in erster Linie nach innen auf und soll zur Reflektion und zum Mitmachen anregen. Es gib eine Leitlinie für die Umsetzung in unserer internen und externen Kommunikation, eine Social Media Post Strecke, Trainingsbausteine von Unconcious Bias bis zur geschlechtergerechten Sprache sowie praktische Anwendungsbeispiele. Hinzu kommt die Einladung zum Dialog und das Vorleben durch Führungskräfte und damit die Verankerung in unserer Unternehmenskultur. Die Kampagne ist zunächst ein deutschsprachiges Thema. Aber auch global sensibilisieren wir grundsätzlich rund um das Thema Diversity, Equity & Inclusion (DE&I) und die Anwendung einer diskriminierungsfreien Sprache.

Was gehört alles dazu, gendergerechte Sprache konsequent umzusetzen? Ist das im Wesentlichen die Verbannung des generischen Maskulinums aus der geschriebenen und gesprochenen Sprache? Werden jetzt alle Mercer-Schriftstücke neu gedruckt?

Das generische Maskulinum ist natürlich ein wichtiger Punkt in der deutschen Grammatik. Wir wollen weg vom „mitmeinen“ und „mitgedacht“ zum ausdrücklichen Sagen. Während es in der Vergangenheit oft um die Diskussion ging, dass Frauen sichtbarer werden sollen, ist dies heute ergänzt um Gender, also das soziale Geschlecht. Gender ist die kulturelle und soziale Kodierung von Geschlechtern, also die Summe der gesellschaftlichen Rollen, Normen, Erwartungen und Eigenschaften, die einer Person zugeschrieben werden. Die Stereotypen unserer Kultur waren “Mann” oder ”Frau”, „männlich“ oder „weiblich“. Mittlerweile haben sich Genderrollen und sexuelle Identität ausdifferenziert und sind in ihrer Vielfalt sichtbarer geworden. Es reicht daher nicht, „Kollegen und Kolleginnen“ zu schreiben, denn damit finden diverse Geschlechtsidentitäten keinen Ausdruck.

 

 

Hier kommen Sie zum vollständigen Interview.

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Written by Laura Häußler · · News
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