Die Wellen reiten

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Special „Change Management“ mit Daniel Tasch in der Personalwirtschaft 03/2018

Komplexität zu beherrschen, ist ein hehres Ziel vieler Unternehmen. Die meisten, denen es gelingt, arbeiten mit professionellen Change-Beratern zusammen. Sie bringen Ruhe, Erfahrung und Expertise mit ins Projekt. Dr. Daniel Tasch, Partner und Vorstand der Promerit AG diskutiert am Round Table der Personalwirtschaft mit fünf weiteren Change-Beratern worauf es ankommt.

 

Partizipation statt Top-down

Die Teilnahme und Teilhabe der Belegschaft ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg oder Misserfolg eines Change Projekts. Wirksamkeit wird vor allem durch eine ehrliche Kommunikation auf Augenhöhe erzielt. Das bedeutet: nicht nur reden, sondern auch zuhören. So lautet eines der grundlegenden Erkenntnisse der Experten am Round Table.

Dr. Daniel Tasch veranschaulichte das mit einem Beispiel aus der Praxis: Die Berater haben bei der Fördertechnik-Gruppe Kion neue Führungsleitlinien und Unternehmenswerte für die mehr als 31.000 Mitarbeiter entwickelt. „Wir sind in die Fläche, haben zusammen mit den Führungskräften und Mitarbeitern länder-, standort- und funktionsübergreifend Input gesammelt. Das haben wir komprimiert, uns mit dem Vorstand abgestimmt und das Ganze wieder zurückgespielt.“ Der Dialog funktionierte, und, so Tasch weiter: „Beteiligung ist heute moderner und wichtiger denn je, um diese Wirksamkeit zu erzielen.”

Offen für Ungewisses sein

Auch, dass man im Change Management heute mit deutlich mehr Ungewissheit umgehen müsse und die Komplexität nur in Maßen beherrsch- und steuerbar sei, findet in der Runde große Zustimmung.

Dennoch sollte man sich nicht zu sehr auf starre Modelle fixieren, so die Teilnehmer. Modelle reduzieren die Komplexität und sind hilfreich, wenn es darum geht, eine gemeinsame Basis zu finden. Sie suggerieren jedoch schnell eine Sicherheit, die es beim Change nicht gibt. In die Praxis sind sie selten eins zu eins umsetzbar. Hier spielt die Erfahrung von Change Managern eine größere Rolle. Wirksamkeit kann auf viele verschiedene Weisen erzeugt werden.

“Die Beratungskompetenz ist dabei, aus einem breiten Portfolio an Theorien und Werkzeugen genau jene herauszusuchen, die im aktuellen Moment beim konkreten Unternehmen wirken“, so Dr. Tasch.

Die „Pseudosicherheit“ früherer Zeiten sei dahin. Damals hätten sich, beschreibt er nicht ohne Sarkasmus, Entscheider mit einer scheinbar sicheren Prognose zur Zukunft gewappnet und dann abgewartet, bis es genau so kommt wie im Strategieprojekt vereinbart. „Jetzt sind wir in einem anderen Miteinander. Geht raus, riecht, hört, schmeckt, stellt euch dem Ganzen mit allen Sinnen“, rät er Führungskräften. “Und: Bleibt authentisch.” Eine der schärfsten Klingen in der Führung sei Authentizität in Persönlichkeit und Profession. „Wenn der stoisch rational denkende CEO auf einmal zu einem Industriepoeten wird, dann wird es schwierig. Ich erlebe da intern wie extern heute mehr Souveränität, Arriviertheit und Abgeklärtheit.”

 

Veränderung authentisch kommunizieren

Change Manager und Entscheidungsträger müssen eine Frage „blitzsauber“ beantworten können, meint Daniel Tasch: Was ist dieses Mal anders? Führungskräfte und Mitarbeiter seien in diesem Punkt reifer, aber die obige Frage, gepaart mit einer authentischen persönlichen Geschichte, „das bringt für mich die Waage zum Kippen. Ich muss heutzutage jeden Kanal des Kommunikationsmixes bedienen.”

Und zu guter Letzt: Change darf durchaus auch Spaß machen.

Den vollständigen Beitrag „die Wellen reiten“ finden Sie in der Ausgabe 03/2018 des Magazins „Personalwirtschaft.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Round Table Change Management – Personalwirtschaft.

Weitere Informationen zum Round Table Change Management gibt es auch online.

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Written by Laura Häußler · · News, Presse
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