Wacker

HR Organisation, HR Strategie

„Integriertes Talent Management als strategischer Erfolgsfaktor“

Ausgangssituation:

Warum Talent Management – oder warum Selbstverständliches nicht selbstverständlich war

WACKER ist ein Technologieführer der Chemie und Halbleiterindustrie, das technische Innovationen und die Entwicklung neuer Produkte für die globalen Schlüsselindustrien vorantreibt und Lösungen und Innovationen für ein breites Branchenspektrum bietet. Derzeit arbeiten mehr als 17.000 Mitarbeiter an 125 Standorten in über 100 Ländern.

Das anhaltende Wachstum und die globale Aufstellung in dem Spannungsfeld regionaler und divisionaler Verantwortung steigern einerseits die Komplexität des Geschäfts und den Bedarf nach qualifizierten Fach- und Führungskräften. Andererseits sind die demografische Entwicklung und der Fachkräftemangel bereits an vielen Stellen spürbar. Zwar existierte eine Vielzahl an HR Instrumenten in den Geschäftsbereichen – eine bereichs- und länderübergreifende Systematik für die Identifikation und Entwicklung von Potenzialträgern fehlte jedoch ebenso wie eine systematische Bedarfserhebung oder Nachfolgeplanung.

Um die Besetzung von Schlüsselpositionen auch in Zukunft sicherzustellen, sollte das Talent Management bei Wacker mit Unterstützung der Promerit AG neu ausgerichtet werden.

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Wacker Factsheet

Ziele des Projekts:

Zielsetzung des Projektes war die Entwicklung eines konzernweiten Instrumentariums zur Sicherung der Verfügbarkeit geeigneter Kandidaten für die Besetzung von Schlüsselfunktionen und die Übernahme anspruchsvoller Aufgaben. Damit sollten die strategischen Konzern- und Bereichsziele unmittelbar unterstützt und die Attraktivität von Wacker für Potenzialträger gesteigert werden.

Letztendlich sollte HR damit einen direkten Beitrag leisten, die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns zu steigern.

Anspruch und Messlatte für die Initiative war es, das zukünftige Talent Management zu einem Benchmark innerhalb der Branche zu machen.

Vorgehensweise und Leistungen der Promerit AG:

Die Promerit AG hat die Wacker Chemie AG in allen Phasen des Projektes begleitet – von der strategischen Neuausrichtung des Talent Managements über die Konzeption der Prozesse und Instrumente bis hin zur Umsetzung in einer neuen IT-Lösung auf Basis SAP.

Strategische Ausrichtung des künftigen Talent Management

Zu Beginn des Projektes führte die Promerit Management Consulting AG Interviews mit dem Management und HR im In- und Ausland durch, um die Business Herausforderungen und Erwartungen an ein künftiges Talent Management bei Wacker einzuholen. Auf dieser Basis wurde das Talent Management Zielbild definiert, das den Rahmen der zukünftigen Instrumente und Konzernstandards festlegte.

Ausgestaltung der Prozesse & Instrumente im Talent Management

Anschließend wurden die konzeptionellen Grundlagen ausgearbeitet – dies beinhaltete u.a. die Erarbeitung eines konzernweiten Kompetenzmodells inkl. Potenzialkriterien sowie einer international einheitlichen Jobarchitektur als Basis für die Personalbedarfsplanung und bereichsübergreifende Entwicklungsmöglichkeiten. Darüber hinaus wurden die Prozesse und Instrumente im Performance Management, Potenzial Management und der strategischen Personalbedarfs- und Nachfolgeplanung neu aufgesetzt. Dabei wurde im Projektverlauf sichergestellt, dass die Anforderungen der internationalen Einheiten – insbesondere USA und China – berücksichtigt wurden.

Umsetzung des neuen Talent Management Ansatzes – fachlich und technisch

Nach Abschluss der Konzeption wurde das Talent Management in zwei Strängen umgesetzt:

Die neuen kaskadierten Potenzial- und Nachfolgekonferenzen wurden mit Unterstützung durch die Management Consulting erstmalig konzernweit durchgeführt. Als sehr erfolgreich stellten sich die organisationsübergreifenden Funktionskonferenzen heraus.

Parallel dazu wurde die Systemimplementierung auf Basis SAP mit Unterstützung der Promerit HR+IT Consulting angegangen. Die Umsetzung des zentralen Mitarbeiterprofils, der Nachfolgeplanung und der Mitarbeitergespräche wurden dabei in einem „scrumbasierten 3 Phasen-Ansatz“ durchgeführt. Mit diesem von der Promerit HR+IT entwickelten Projektansatz konnten Ergebnisse schnell sichtbar gemacht werden und es wurde eine permanente Einbindung des Fachbereiches während der Implementierung sichergestellt. Technische Lücken in der Standard-Software wurden durch Promerit Templates geschlossen. So können beispielsweise Entwicklungsziele und –maßnahmen im Mitarbeitergespräch definiert, in das Mitarbeiterprofil übertragen und dort ganzjährig nachverfolgt und angepasst werden. Für die Nachfolgekonferenzen setzt Wacker eine von Promerit entwickelte Ansicht ein, welche einen schnellen Zugriff auf die für die Nachfolgesituation benötigten Informationen gewährleistet.

Klaus Hofmann, Leiter Zentralbereich HR: „Wir haben unser Ziel erreicht, eine konzernweite Practice zu schaffen, die von Führungskräften und Mitarbeitern gelebt wird. Promerit hat uns in die Lage versetzt, ein best-in-class Talent Management zu etablieren. Nicht zuletzt hat uns das Zusammenspiel von strategisch-/konzeptioneller Arbeit und der Umsetzung in Prozessen und Informationssystemen überzeugt.“

Kundennutzen:

Das neue Talent Management hat das Personalwesen bei Wacker grundsätzlich verändert. Hauptakteure sind die Führungskräfte mit einer HR-Funktion als Gestalter und Treiber. Gewonnen hat die ganze Organisation, weil Schlüsselpositionen besser besetzt werden können. Gewinner sind auch die Talente von Wacker, die noch konsequenter als früher gefordert und gefördert werden.

Nutzen des neuen Talent Managements:

  • Frühzeitiges Erkennen von Nachbesetzungsrisiken – individuell und strukturell
  • Steigerung der Besetzungsqualität durch klare Anforderungen und mehr interne Kandidaten
  • Organisationsübergreifende Sichtbarkeit und Bewegung von Potenzialträgern
  • Stärkerer Leistungsorientierung und -differenzierung
  • Verbindlichkeit in der Karriere- & Nachfolgeplanung
  • Offenes, qualifiziertes Feedback und on-the-job Entwicklungsmaßnahmen
  • Steigerung der Arbeitgeberattraktivität für High Potentials nach innen und außen
  • Akzeptanz der Nutzer durch eine anwenderfreundliche Systemunterstützung

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