Der Mensch im Mittelpunkt

HSE24 auf dem Weg zur agilen Organisation der Zukunft

Der Home Shopping Europe GmbH (HSE24) gelingt die Transformation vom nationalen Teleshopping- zum internationalen Omnichannel-Unternehmen durch einen agilen Veränderungsprozess mit umfassender Beteiligung der Mitarbeiter.

Seit der Gründung im Jahr 1995 kann HSE24 auf eine beachtliche Geschäftsentwicklung zurückblicken. Zunächst auf Teleshopping fokussiert, hat sich das Unternehmen zu einem Omnichannel-Händler entwickelt, der auf eine crossmediale Inszenierung von Themen- und Markenwelten mit Lifestyle-Charakter setzt. Über neun Millionen TV-, und Online- und Mobileshopping-Kunden nutzen die Angebote des modernen Omnichannel-Retailers auf allen relevanten Medienplattformen – von TV und Online über Smartphone und Tablet bis hin zu SmartTV.

 

Für den Erfolg von heute hat HSE24 frühzeitig die Weichen gestellt – das Unternehmen befindet sich seit einiger Zeit in einem umfassenden Veränderungsprozess, der von einer Weiterentwicklung der Strategie und Kultur in der Organisation bis hin zu strukturellen Veränderungen in verschiedenen Unternehmensbereichen reicht.

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HSE24 Case

„Mit ‚2gether 4future‘ rüsten wir uns für die Zukunft, um auch künftig international wettbewerbsfähig zu bleiben und weiterhin ein dynamisches Wachstum zu sichern.“

Sonja Piller, CEO bei HSE24

 

Die Ausgangssituation – was HSE24 bewegt

Ein dynamischer und wettbewerbsintensiver Markt, u. a. durch die zunehmende Digitalisierung und den Markteintritt neuer Wettbewerber, stellt HSE24 vor neue Herausforderungen und erfordert ein Umdenken in Bezug auf das bisherige Geschäftsmodell. Das Unternehmen möchte die Silos zwischen dem klassischen TV-Geschäft und dem E-Commerce-Bereich aufbrechen und Synergien nutzen sowie Raum für Innovationen und die Rahmenbedingungen für weiteres Wachstum zu schaffen.

Zudem muss HSE24 durch das veränderte Kunden- und Nutzerverhalten seine Produkte und Dienstleistungen verstärkt an neuen Kundenbedürfnissen ausrichten. Das klassische Teleshopping und das Online-Geschäft wachsen immer mehr zusammen und ein konsistentes Nutzererlebnis über alle Kanäle hinweg wird zunehmend relevanter. Daneben werden auch die typischen Teleshopping-Kunden immer Lifestyle bewusster und es gilt neue Kundengruppen zu erschließen.

Vor diesem Hintergrund wurden in den letzten Jahren der Markenauftritt und die Unternehmensstrategie weiterentwickelt und umfassende Initiativen gestartet, mit dem Ziel das Unternehmen für die Zukunft auszurichten und gleichzeitig die Veränderungsfähigkeit der gesamten Organisation zu steigern.

> 120 Mitarbeiter 
sind direkt an den Projekten beteiligt

QUICK WINS durch frühzeitige Pilotierung

HOHE AKZEPTANZ
validiert durch regelmäßige Puls-Checks.

5 BEREICHE
wurden neu aufgestellt

2gether 4future – eine unternehmensweite Kulturwandelinitiative

Eines der ersten Handlungsfelder, die der Omnichannel-Händler identifizierte, lag in der Unternehmenskultur: Um die strategische Neuausrichtung zu unterstützen, musste die Führungskultur sowie die Kommunikation und bereichsübergreifende Vernetzung im Unternehmen verbessert werden. Mit diesem Ziel wurde das Projekt „2gether 4future“ gestartet, welches den umfassenden Organisations- und Kulturentwicklungsprozess des Unternehmens vorantreibt.

Eines der zentralen Ergebnisse dieses Projekts ist ein neues Führungsleitbild, in dem Respekt & Wertschätzung, Vertrauen & Mut sowie Offenheit im Fokus stehen. Werte, die inzwischen auch in das Leitbild für alle Mitarbeiter eingeflossen sind. Gleichzeitig hat das Unternehmen intensiv an der Feedbackkultur gearbeitet und verschiedenste Instrumente, wie Team-Feedbacks, Führungsfeedback und Feedback-Walks eingeführt.

Damit wurde die Grundlage für eine agile Unternehmenskultur geschaffen, die ein Trial & Error Mindset begünstigt, Freiraum für Innovation schafft und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe fördert.

„Es ist mehr als nur ein Projekt. 2gether 4future bestimmt, wie wir in Zukunft zusammenarbeiten werden, um weiterhin erfolgreich zu sein.“

Olaf Christiansen, der Bereichsleiter Human Resources und Mitglied der Geschäftsleitung

„GO – HSE24 goes Omnichannel” – Restrukturierung durch iteratives Vorgehen

Ende 2016 startete HSE24 ein großes Reorganisationsprojekt, bei dem nun Strukturveränderungen im Fokus stehen: Hier ging es darum, die bis dahin bestehenden Bereichs-Silos von TV- und Online-Geschäft aufzubrechen.

Das Besondere bei diesem Projekt war die agile Herangehensweise – zentrale Elemente der neuen Omnichannel-Organisation wurden zunächst als Prototypen entwickelt, verprobt, optimiert und anschließend in die Umsetzung gebracht. Dadurch wurde die Praxistauglichkeit der neuen Prozesse und Rollen bereits in einem frühen Stadium überprüft. Mittels sogenannter „Schnellboote“ wurden priorisierte Themen im laufenden Tagesgeschäft pilotiert und als sichtbare Quick Wins in der Organisation umgesetzt.

Die fortlaufende Verprobung und Anpassung ermöglichte einen fließenden Übergang von der alten in die neue Welt mit hoher Akzeptanz, bei dem die Führungskräfte und Mitarbeiter mit den veränderten Arbeitsabläufen und Rollen bereits weitgehend vertraut waren.

Beim agilen Change-Ansatz von Promerit steht die kontinuierliche Iteration im Fokus. Auf diese Weise werden neue Prozesse früh auf ihre Praxistauglichkeit getestet.

Agile Projektteams – Mitarbeiter gestalten den Wandel

In beiden Projekten hat der Omnichannel-Händler auf eine außergewöhnlich hohe Beteiligung der Mitarbeiter im Veränderungsprozess gesetzt. So gestalteten und verprobten allein im Projekt „GO“ über 120 der 500 Mitarbeiter aller betroffenen Bereiche die neuen Rollen und Prozesse.

Steuer- und Projektgruppen wurden aus einem Querschnitt der Organisation – über alle Bereiche und Hierarchieebenen hinweg – zusammengesetzt. So wurden während der gesamten Projektlaufzeit verschiedenste Perspektiven einbezogen und wirksame Lösungen entwickelt, die nahe an den Bedürfnissen der Nutzer, sprich der Führungskräfte und Mitarbeiter liegen.

Im gleichen Zuge fanden hierarchieübergreifende Zusammenarbeit, Verantwortungsübernahme durch Mitarbeiter, Arbeit in crossfunktionalen Teams sowie eine konsequente Ausrichtung auf Kundenbedürfnisse Einzug in die tägliche Arbeit im Unternehmen.

Vom agilen Projekt zur agilen Organisation

Inzwischen ist klar: Die erlernte Arbeitsweise aus diesen beiden Projekten ist weit mehr als eine Methode – sie verändert die gesamte Organisation.

Befeuert durch die Dynamik und Wirksamkeit aus den bisherigen Projekten unter Begleitung von Promerit werden mehr und mehr Themen und Aufgaben aus dem Unternehmensalltag im agilen Modus gelöst. Zugleich ist spürbar, wie sich die Kultur im Unternehmen auf allen Ebenen entwickelt und eine neue Art des Umgangs mit Veränderungen gelernt wird.

 

„Agile Methoden machen noch kein agiles Unternehmen – durch die intensive Arbeit an der Führungs- und Feedbackkultur sowie der hierarchieübergreifenden Kommunikation und Zusammenarbeit hat HSE24 die Weichen für mehr Veränderungsfähigkeit gestellt.“

Martina von Mayerhofen, Partner der Promerit AG

Jenseits der Methoden wird weiter intensiv an der Führungs- und Feedbackkultur wie auch an der Kommunikation und Vernetzung im gesamten Unternehmen gearbeitet. Denn eines ist klar, die Veränderungen werden nicht irgendwann zu Ende sein. Vielmehr sollen permanente Weiterentwicklung und Veränderungsfähigkeit ein Teil der DNA des Unternehmens werden, um sich den dynamischen und komplexen Gegebenheiten des Marktes und der sich ändernden Kundenwünsche stets flexibel anpassen zu können.

Die Steuergruppe wie auch die Projektteams bestehen aus einem hierarchieübergreifenden, interdisziplinären Querschnitt aller betroffenen Bereiche – vom Studiotechniker bis zum Geschäftsführer.

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