DB Lounge Stuttgart, 2.02.2010

Menschenwerk ist eitel Tand - oder: Beratung unter erschwerten Bedigungen

Vereiste Tragfächen, ausgefallene Triebköpfe, durchweichte Schuhsohlen: Der Winter macht sichtbar, wie schutzlos wir dem Wüten einer übermächtigen und zudem ausgesprochen feindseligen Natur ausgesetzt sind. Gerade bei neuerer Technologie macht da "extrem der Muskel zu " (vgl. L. Matthäus). Der eher unpassend "ICE" genannte Zug der Deutschen Bahn zeigt sich bei selbigem besonders anfällig. Ab einer gewissen Schneehöhe freuen sich auch die Fahrer geländegängiger SUVs, wenn das Technische Hilfswerk sie nach ein paar Stunden mit Tee und warmen Decken versorgt. Und Flugzeuge müssen ihren Start aufgrund der Wetterbedingungen um zwei Stunden verschieben - was sich stets erst dann herausstellt, wenn man mit den Knien unter dem Kinn in der überheizten Kabine sitzt.

Nur der robuste und formschöne IC/EC…

…an dieser Stelle sollte ein (weiteres) Lob auf den Eurocity folgen, der auch bei -16°C unbeirrt und pünktlich seinen Weg durch ein verschneites Deutschland nimmt. Allerdings hatte dieser gerade 25 Minuten Verspätung und disqualifiziert sich auch noch. Das schaffte aber wiederum die Zeit, in der Stuttgarter Bahnlounge diese Zeilen zu schreiben.

 

von Sören Frickenschmidt

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